Mosteiro dos Jerónimos
Das Betreten des inneren Hofes ist unglaublich beeindruckend: Auf zwei Ebenen
rahmen die Gänge mit reich verzierten Bögen und Fenstern den Innenhof
ein. Die gesamte Fassade aus Kalkstein im Mosteiro dos Jerónimos (Hieronymus-Kloster)
ist reich verziert: Die Wände, die Decken, die Fenster, die Türen
und Portale.
Durch die großzügige Parkanlage vor dem Bau kann man an gepflegten
Beeten und Springbrunnen vorbei auf das Kloster zuschlendern. Es liegt übrigens
in Bélem, in Nachbarschaft des Denkmals der Entdeckungen und des Torre
de Bélem.
Das Mosteiro dos Jerónimos gilt als das bedeutendste erhaltende Bauwerk
manuelischen Stils. Beauftrag von und erbaut unter Manuel I, kurz nach der Rückkehr
Vasco da Gamas von seiner ersten Reise. Finanziert werden konnten die Bauarbeiten
durch die reichen Einnahmen des Überseehandels. 1544 war das Kloster fertig
und beherbergte bis 1834 den Orden des heiligen Jeronimo.
Die Kirche des Klosters ist Santa Maria gewidmet. Ihr Haupteingang mit den zahlreichen
prächtigen Ornamenten wurde von João de Castilho gestaltet. In der
Kirche befinden sich die Sarkophage von Vasco da Gama, Fernando Pessoa und Luís
de Camões neben zahlreichen portugiesischen Königen.
1755 beim großen Erdbeben blieb das Hieronymus-Kloster als eines von
ganz wenigen Bauwerken in Lissabon intakt. Seit 1983 zählt es zum Weltkulturerbe
der UNESCO. 2007 wurden hier die Verträge von Lissabon von den europäischen
Staats- und Regierungschefs unterzeichnet.