Ponte Vasco da Gama
Die Vasco da Gama Brücke gleich neben dem Park der Nationen ist die längste
Brücke Europas: Sie ist über 17 Kilometer lang. Hauptöffnung
ist unter dem Schrägseilbrücken-Teil, der den Fluss Tejo direkt am
Expo-Gelände überspannt.
Und noch mehr Zahlen der Superlative: Die maximale Spannweite beträgt 420 Meter. Die Pylone der Brücke sind 155 Meter hoch. Die Autobahn auf der Brücke ist sechsspurig. Gebaut wurde die Brücke zwischen 1995 und 1998 anlässlich der Weltausstellung (Expo) in Lissabon und der Bau hat 900 Millionen Euro gekostet.
Die erste Brücke über den Fluss Tejo, die Ponte de 25. Abril, wurde schon 1966 fertig gestellt und war schnell die wichtigste Verkehrsader der Stadt. Im Laufe der Zeit wuchs der Verkehr so stark, dass die Brücke überlastet war. Außerdem mussten die Autos die von und zur Ponte de 25. Abril fuhren immer durch die Lissabonner Innenstadt.
Die Innenstadt sollte entlastet werden und eine Nord-Süd Route zwischen
Porto und der Algarve mit einer Umfahrung des Lissabonner Zentrums ermöglicht.
Also wurde im Zuge der Expo-Planungen beschlossen die neue Brücke am Nordrand
zu bauen. Die Ponte Vasco da Gama wurde so gebaut, dass sie einem Erdbeben das
viermal stärker ist als das Beben von 1755 standhalten kann. 300 Familien
aus einer sehr armen Gegend mussten für den Bau der Brücke umgesiedelt
werden. Und während der Bauzeit musste besondere Rücksicht auf das
Wasserschutzgebiet arque Natural do Estuário do Tejo Rücksicht
genommen werden.